Let’s Play: Tiny Rogues

Let’s Play: Tiny Rogues

Letzte Woche zeigten uns infocafe-Besucher:innen auf YouTube ein Spiel, das “cool” aussah und fragten, ob wir es beschaffen könnten. Eine kurze Suche später fanden wir zwei Dinge heraus:

  1. Ja, es sieht cool aus, aber
  2. es ist branntneu – erst seit dem 23. September erhältlich!

Die Videos, die auf YouTube gefunden wurden, waren von der Prerelease-/Presse-Version des Spiels. Aber da wir immer versuchen, eure Wünsche zu erfüllen, haben wir uns einfach mal kurz an den Developer gewandt und gefragt, ob wir schon Zugang bekommen könnten. Auf eine englischsprachige eMail bekamen wir dann sehr schnell eine deutschsprachige Antwort, es stellte sich heraus, dass der Devloper RubyDev Österreicher ist und uns gerne einen Key gab – das freute uns.

Zum Spiel selbst: Es handelt sich bei Tiny Rogues um ein modernes “Roguelite”. Das Genre zu erklären ist etwas umständlich, wer möchte, kann es aber hier nachlesen. Kurz gesagt zeichnet es sich dadurch aus, dass man bei jeder Runde mit einem frischen Charakter startet, der, wenn man verliert, weg ist. Man sammelt seine Upgrades und Level also immer nur für den jeweiligen Run. Parallel sammelt man jedoch Ressourcen, um Dinge freizuschalten, die nachhaltig das Spiel erweitern und verändern – meistens einfacher machen.

In Tiny Rogues startet man mit anfangs einem von zehn freischaltbaren Charakteren, die mit unterschiedlichen Fähigkeiten versuchen, 10 Ebenen eines Dungeons zu bezwingen; dabei wird das Ende jeder Ebene von einem von momentan 19 verschiedenen Bossen beschützt.

Um das Spiel zu bezwingen, sammelt man verschiedene Ressourcen, Fähigkeiten und Waffen, die clever eingesetzt werden müssen. Mit etwas Glück und Verstand bekommt man dabei ziemlich spaßige Kombinationen an Fähigkeiten hin – und wenn man doch mal scheitert, kann man direkt wieder loslegen.

Am längsten getestet wurde das Spiel bei uns von Ammar (12) der schnell begeistert war, aber das kann er selbst am besten erzählen:

“Der Effekt des alten Fernsehers und die Grafik der alten Spiele passen gut zusammen und gefallen mir. (Anmerkung von uns: Das Spiel hat einen “alter Röhrenfernseher”-Effekt, den man auf Wunsch auch ganz abschalten kann. Wir mussten nur erstmal erklären, was ein alter Röhrenfernseher ist und warum das so aussah. Wir fühlten uns alt…) Die Auswahl der vielen verschiedenen Waffen und Fähigkeiten hat mir gut gefallen und ich habe immer wieder Neues gefunden. Das Spiel ist nicht so einfach, ich fände es toll einen Charakter zu haben, der mit etwas mehr Leben startet. Leider habe ich erst ein paar Klassen freigespielt, aber ich finde es toll, dass noch welche dazukommen, wenn ich weiterspiele. Ich finde es toll, dass man sich zwischen den Runden Sachen kaufen kann, damit es etwas einfacher wird. Das Spiel ist wohl noch nicht fertig und wird noch mehr Dinge bekommen und sollte dann nicht langweilig werden. Ich finde das Spiel mega nice.”

Das Spiel erscheint heute für ein paar Euro auf Steam im Early Access, das heißt es ist noch nicht ganz fertig, aber bereits spielbar.

Wir finden das Spiel übrigens auch ziemlich gelungen und Stephan hat selbst etwas mehr Zeit reingesteckt als er dachte 🙂 Dabei fiel auch auf, dass das ganze Spiel von oben bis unten vollgestopft ist mit kleinen Easter Eggs, Anekdoten und Anspielungen. Das startet bei dem Dark Souls Lagerfeuer in der Charakterauswahl und zieht sich durchs ganze Spiel durch. Stephan selbst bekam leichte Flashbacks an die WoW-Raids seiner Jugend, als er plötzlich C’Thun erneut gegenüberstand 😉

Was noch so aus unserer Sicht als Jugendzentrum für Medien zu erwähnen ist: Das ganze Projekt ist ein “Solo” Projekt – bis auf Musik und etwas Artwork, das wohl outgesourct wurde, ist alles vom Entwickler alleine gebaut worden; das verdient Respekt und zeigt gleichzeitig wie zugänglich Game Design heute ist.

admin

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